Wilde Narzissen wandern ein...
„Eines Tages radelte ich im Frühjahr nach Hogschür. Unten am Waldrand sah ich große gelbe Fläche, die ich für ein blühendes Raps-Feld hielt. Beim näheren hinsehen, konnte ich 100.000te Wild-Narzissen entdecken. Es handelt sich um die Osterglocke (Narzissus pseudonarzissus). Der Besitzer erzählte mir das er diese aus dem Jura vor 40 Jahren von einem Feld mitnehmen durfte, die der Landwirt gerade umgepflügt hatte.“
Aus dieser Geschichte ist der Transfer von Zwiebelpflanzen im Frühjahr für unser naturnahes, öffentliches Grün geworden. Wir haben nun den oberen Teil unseres Beetes „Unter den Linden“ am Friedhof mit ca. 300 Narzissen bepflanzen dürfen. Natürlich mit Erlaubnis der Besitzer. Das Tolle, diese Pflanzen blühen noch im gleichen Jahr, so etwas gibt es nicht im Handel – echte Wild-Narzissen, die in Deutschland noch vorkommen (Nationalpark Eifel und im Hunsrück).
Ralf Engel


